GLOBAL TOMATO CONGRESS

GLOBAL TOMATO CONGRESS

Ein Tag, ein Produkt und (fast) unendliche Möglichkeiten

Der 24. Mai stand ganz im Zeichen der Tomate: Im Postillion Hotel & Convention Centre Den Haag fand der von Fruitnet organisierte Global Tomato Congress statt. Die Themen waren so vielseitig wie das Segment selber: Die Entwicklung neuer Märkte, das Potenzial für das Produkt, neue Anreize für Verbraucher, die Entwicklung krankheitsresistenter Sorten, neue Anbaumethoden wie Vertical Farming oder auch Robotik wurden u.a. erörtert. Neben Nachhaltigkeitsaspekten stehen weiterhin Geschmack und Qualität ganz oben auf der Wunschliste der Verbraucher, wurde in den Vorträgen deutlich. Eine der größten Bedrohungen ist ToBRFV. Der Einfachheit halber firmierte es aber während des Kongresses nur unter dem Namen „das Virus“. Anne Williams von Bayer erklärte, dass das Virus vom Glashaus bis zum Konsumenten zuhause alle betreffe. Es gehe darum zu verstehen, wie sich das Virus verhalte und weiterentwickle. „Wir haben es mit dem unangenehmsten Mitglied der Virusfamilie zu tun, das Schwachstellen in der Pflanze, die von anderen Krankheiten verursacht wurden, gnadenlos ausnutzt. Arjan van Steekelenburg von Hazera Seeds stellte vor, wie in der Snack-Kategorie Abfall verringert werden kann. Snack-Tomaten weisen das größte Wachstum auf, allein in den Niederlanden habe das Volumen zwischen 2018 und 2020 um 26 % zugenommen. Mit der Camelot-Sorte, die ein shelf life von bis zu 14 Tagen aufweise, könne deutlich Abfall und CO2 eingespart werden. Überhaupt spiele dabei eine Rolle, wo und wie, d.h. in welcher Größe, das Produkt verpackt werde. Zum Thema Vertical Farming erklärte Pavlos Kalaitzoglou von Infarm, dass das System vor sechs Jahren noch quasi unbekannt gewesen sei, sich seitdem aber zu einem Trend entwickelt habe. 81 kg/m² könne das Unternehmen aktuell produzieren, damit „kratzen wir aber erst an der Oberfläche. 100 kg/m² sind kein Problem. Aktuell bauen wir etwa vier Sorten an, die sowohl eine hohe Qualität aufweisen als auch hohe Erträge bringen“, so Pavlos Kalaitzoglou. c.w.

Lesen Sie mehr dazu in Ausgabe 24/2022 des Fruchthandel Magazins.